Übungen für einen besseren Takt
Grundausbildung

Übungen für einen besseren Takt

Der Takt des Pferdes ist der erste Punkt der Ausbildungsskala und bildet die Grundlage für alle weiteren Punkte. Denn nur ein im Takt gehendes Pferd kann die Losgelassenheit erreichen. Allerdings ist der Takt und die gesamte Ausbildungsskala nicht als abzuarbeitendes Prozedere zu sehen sondern eher als gesamtheitlicher Leitfaden. Daher zeige ich Dir in diesem Beitrag ein paar nützliche Übungen für Dich und Dein Pferd.

Was ist Takt?

Um nochmal den Merksatz aus den Richtlinien für Reiten und Fahren zu zitieren: „Takt ist zeitliche und räumliche Gleichmaß aller Schritte, Tritte und Sprünge.“

Einfacher gesagt, soll jeder Schritt, Tritt oder Sprung in seinem Tempo und seiner Länge gleich sein. Auch bei einer Veränderung der Schrittlänge – zum Beispiel beim verstärkten Trab – muss der Takt gleich bleiben.

Schritt, Trab und Galopp unterschieden sich dabei in ihrer Taktzahl. Der Schritt ist ein Viertakt, der Trab ein Zweitakt und der Galopp ein Dreitakt. Denn nach der jeweiligen Taktzahl wiederholt sich der ganze Bewegungsablauf des Pferdes erneut.

Ein gesundes und frei laufendes Pferd wird fast immer im Takt laufen. Aber warum muss man dann den Takt überhaupt üben? Der Reiter kann das Gleichgewicht des Pferdes stören. Gerade junge Pferde kennen dieses Gefühl noch nicht und machen dadurch Taktfehler.

Taktgefühl des Reiters schulen

Bevor man mit Übungen für das Pferd beginnt, solltest Du als Reiter Dein Taktgefühl schulen. Hilfreiche Übungen sind dafür das Mitklopfen des Taktes am Pferdehals oder das laute Zählen des Taktes mit geschlossenen Augen.

Diese Übungen solltest Du am langen Zügel – am besten in Vorwärts-Abwärts-Haltung – reiten. Denn dann fällt es Deinem Pferd deutlich leichter seinen Takt zu finden und eventuelle Verspannungen schneller zu lösen.

Am wichtigsten – in der gesamten Ausbildung, aber vorallem in Hinblick auf den Punkt Takt – sind die Vorwärtstreibenden-Reiterhilfen. Nur dann, kann das Pferd in allen drei Grundgangarten sowie auf geraden und gebogenen Linien im Takt gehen. Deshalb überprüfe als erstes Deine treibenden Hilfen, wenn Dein Pferd Taktfehler machen sollte.

Übungen für besseren Takt

Wie Du vielleicht merkst, sitzt in fast allen Fällen das Problem für Taktfehler im Sattel. Das bedeutet, dass es meistens zu viel Handeinwirkung und zu wenig vorwärtstreibende Hilfen gibt. Wenn Du also während Deinen Lektionen und Übungen merkst, dass sich das Pferd verspannt und nicht mehr im Takt geht, dann kann es helfen kurz in Dehnungshaltung vorwärts zu reiten.

Stangen auf dem Boden helfen Reiter und Pferd außerdem beim finden ihres Takts. Du kannst zum Beispiel zwei Stangen mit etwa 20 – 21m auf eine gerade Linie legen. Reite nun über die Stangen mit 5 Galoppsprüngen, dann mit 4 und mit 6. Dabei bestimmst Du die Länge des Galoppsprungs – der Takt bleibt aber erhalten. Das Ganze geht natürlich auch im Trab.

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